EN

Inhalt:

Grundriss Neue Residenz Bamberg

Neue Residenz Bamberg

Kaiserappartement (Räume 10-14a)

Bild: Kaiserappartement, Audienzzimmer
Bild: Kaiserappartement, Erstes Vorzimmer, Deckengemälde
Bild: Kaiserappartement, Erstes Vorzimmer
Bild: Kaiserappartement, Zweites Vorzimmer, Gemälde
Bild: Kaiserappartement, Zweites Vorzimmer
Bild: Kaiserappartement, Audienzzimmer, Decke, Detail
Bild: Kaiserappartement, Wohnzimmer
Bild: Kaiserappartement, Audienzzimmer, Deckengemälde
Bild: Kaiserappartement, Schlafzimmer

Das von Kurfürst Lothar Franz von Schönborn angelegte Appartement am Kaisersaal wurde als Gästewohnung für besonders wichtige Amtsträger benutzt. Nach der Kaiserwahl Karls VI. 1711 zog sich die Ausstattung hin; sie wurde erst nach 1720 provisorisch abgeschlossen und unter Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn ab 1730 noch einmal überarbeitet.

Ursprünglich umfasste das Appartement Kaisersaal, Erstes Vorzimmer (Tafelstube), Zweites Vorzimmer, Audienzzimmer, Wohnzimmer (Retirade), Schlafzimmer und Kabinett und entsprach damit den zeremoniellen Anforderungen des Kaiserhofs. Bei der Überarbeitung wurde die Retirade in ein Schlafzimmer umgewandelt und das ehemalige Schlafzimmer in Kabinett und Garderobe unterteilt. Von der frühen Ausstattung erhalten sind die raumprägenden Stuckaturen und Deckenmalereien sowie die Kamin- und Ofenrahmungen, Türen und Supraporten, einige Lambris und Parkettböden.

Nach der Säkularisation des Fürstbistums Bamberg durch Bayern 1802/03 nutzten die neuen Herrscher die Residenz nur noch zeitweise. Um 1900 wurde die Raumfolge für das Erbprinzenpaar Rupprecht und Marie Gabriele von Bayern letztmals überarbeitet. Da von der barocken Raumausstattung nur das in die Überarbeitung Integrierte bewahrt blieb und es sich um die letzte (und weitestgehend erhaltene) Raumausstattung aus der Zeit der bayerischen Monarchie handelte, wurde bis 2009 der gut dokumentierte Zustand aus der Zeit »um 1900« wiederhergestellt. Er ist gekennzeichnet durch zeittypische Rückgriffe auf das späte 18. Jahrhundert und die Verwendung von Wandbespannungen und Möbeln dieser Zeit, die großenteils aus München transferiert wurden: eine Verbindung von Sparsamkeit und Legitimation durch Geschichte.

| nach oben |


 
Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz