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Grundriss Neue Residenz Bamberg

Neue Residenz Bamberg

Kurfürstenzimmer (Räume 1-8)

Bild: Kurfürstenzimmer, Äußeres Vorzimmer
Bild: Kurfürstenzimmer, Inneres Vorzimmer
Bild: Kurfürstenzimmer, Prinzessin-Saal
Bild: Kurfürstenzimmer, Prinzessin-Saal, Deckengemälde
Bild: Kurfürstenzimmer, Wohnzimmer
Bild: Kurfürstenzimmer, Schlafzimmer

Diese Raumgruppe liegt zwar im älteren Gebsattelbau, die innere Raumaufteilung und Ausstattung aber sind das Werk des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn, für den sie 1696/97 wohl als vorläufige Wohnung eingerichtet wurde. 1696 waren die Bauarbeiten in der Hauptsache vollendet; die Ausstattung folgte unmittelbar. Doch war der Kurfürst schon 1695 »nicht gewillt«, in dem »vor itzt unter der Zurichtung stehenden Bau zu wohnen ... weilen bekanntlich unsere zukünftige Wohnung in demjenigen Teil des Baues nicht sein wird«. 1708 wohnte Kaiserin Elisabeth Christine, kurz vor ihrer Hochzeit mit Kaiser Karl VI., in diesem Appartement. Nach ihr ist der Prinzessin-Saal benannt. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war ein Teil des Hofstaats Herzog Wilhelms in Bayern hier untergebracht.

Obwohl die bewegliche Einrichtung der Kurfürstenzimmer höchstens in Einzelstücken erhalten blieb, bewahren die wandfesten Dekorationen mehr von der ursprünglichen Atmosphäre als alle übrigen Appartements. Abgesehen von den spätbarocken Stuckdecken Vogels, erzeugt vor allem die Enfilade der vergoldeten Türumrahmungen mit schwerer Akanthus-Schnitzerei den Eindruck pathetischer, spätbarocker Pracht. Die verschollenen ursprünglichen Wandbespannungen – wahrscheinlich waren es in der Hauptsache Ledertapeten – ersetzen in glücklicher Weise Brüsseler Wirkteppiche der ersten und zweiten Scipio-Folge aus der Manufaktur E. Leyniers und H. Rydams (um 1650).

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